Definition
Eine Freistellung ist eine Vertragsbestimmung, die einer Partei bestimmte Verluste, Kosten, Ansprüche oder Haftungen beim Eintritt definierter Ereignisse zuordnet.
Einfach erklärt
Sie legt fest, welche Partei eine definierte Exposition trägt, wenn eine im Vertrag beschriebene Situation eintritt.
Warum es wichtig ist
Freistellungsklauseln können Verteilung und mögliche Höhe des Risikos zwischen Vertragsparteien wesentlich verändern.
Begriffliche Abgrenzung
Umfang und Durchsetzbarkeit hängen von Wortlaut, Recht und Umständen ab. Eine Freistellung ist nicht automatisch unbegrenzt und darf nicht allein nach der Überschrift ausgelegt werden.
Praktische Perspektive
Zu prüfen sind Auslöser, erfasste Verluste und Ansprüche, Ausschlüsse, Grenzen, Verfahren, Kontrolle der Verteidigung sowie das Verhältnis zu Versicherung und Haftung; bei wesentlicher oder unklarer Exposition ist Rechtsberatung erforderlich.